Hallo Zukunft?

Frauen im Legal Tech Bereich? Wenn man sich die Vorträge, Startups oder Panels ansieht handelt es sich dabei auf den ersten Blick wohl eher um eine Rarität. Genau aus diesem Grund, riefen die Kanzlei Hogan Lovells, das Legal-Tech-Unternehmen Bryter und der Legal Tech Blog die Liste der „Women of Legal Tech“ ins Leben.

 

Women of Legal Tech 2018 gestalten die Rechtsbranche

Es gibt sie definitiv: Die Frauen, die diesen Bereich mit Mut und Weitblick verändern und formen. Über ihr Netzwerk  baten die Initiatoren um Nominierungen, welche anschließend durch eine hochkarätige Jury (Dr. Astrid Auer-Reinsdorff, Yvonne Draheim, Susanne Reinemann, Prof. Dr. Louisa Specht, Markus Hartung) bewertet wurden. Aus 50 Nominierungen wurde eine Liste mit 26 Frauen zusammengestellt. Dabei war es nicht ausschlaggebend, ob im kommerziellen oder ehrenamtlichen Bereich gearbeitet wurde. Wichtig war, dass das Engagement die Legal Tech Branche positiv mitgestaltet hat.

Aus diesem Grund wurde auch SFS-Mitgründerin Charlotte Falk nominiert und durch die Jury in die Liste der „Women of Legal Tech 2018“ aufgenommen. Grund waren Mitgründung des Vereins MLTech, welcher Studierende aller Fachrichtungen rund um das Thema Legal Tech zusammenbringt sowie der Legal Tech Beratung SFS.

 

Auszeichnung durch die Bundesjustizministerin a.D. Brigitte Zypries

Im Rahmen des Anwaltszukunftskongresses von Soldan und Wolters Kluwer Deutschlandwurden nach der Laudatio der ehemaligen Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries, die Auszeichnungen verliehen. Neben einer medialen Sichtbarkeit durch Artikel auf lto oder dem Legal Tech Blog half diese Initiative auch sich untereinander zu vernetzen und viele interessante Kontakte herzustellen. Eine tolle Initiative, die es hoffentlich so lange gibt, bis sie überflüssig ist.

Direkt im Anschluss an die Preisverleihung begann das Finale der ersten Legal Tech Competition ausgerichtet von Hogan Lovells. Der SFS-Mitgründer Jonas Siglmüller trat dabei mit seinen Teamkollegen mit der Anwendung NEUNZEHNVIER.GG gegen neun weitere Teams aus ganz Deutschland an. Das neue Format richtet sich an Studierende in Deutschland, denen es zur Aufgabe gemacht wurde, ein beliebiges Problem auf dem Rechtsmarkt mittels Software zu lösen.

 

Drei innovative Anwendungen im Finale der Legal Tech Competition

Neben NEUNZEHNVIER.GG war ein Team aus Würzburg mit einer Gründer-App zur Bestimmung der passenden Rechtsform für ein Startup und zwei Studenten aus Freiburg, die mit Verify Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens auf die Ethereum-Blockchain bringen, ins Finale eingeladen.

Mit der Konzeption und Entwicklung einer access to justice-Anwendung, die den Antrag von Beratungs- und Prozesskostenhilfe für Betroffene erheblich vereinfacht, ist es dem Team um Jonas gelungen, den ersten Platz nach München zu holen. Die Jury betonte besonders die bereits sehr ausgereifte Entwicklung sowie die professionelle Präsentation des Tools.

 

Mit einem neuen access-to-justice-Ansatz zum Sieg

Die Siegeranwendung, die von einem umfangreichen juristischen Entscheidungsbaum in einer eigens entwickelten Datenbankstruktur gesteuert wird, fragt relevante Informationen für die verbraucherrelevantesten Rechtsgebiete und die Bedürftigkeit ab und erstellt im Ergebnis vollautomatisch ein Antrag als PDF, der mit einem Klick an das automatisch ermittelte zuständige Gericht gesendet werden kann.

Die Legal Tech Competition wurde mit einer Führung durch die Düsseldorfer Altstadt und einem Showcooking-Event in der Steakschmiede abgerundet. Dieser Wettbewerb ist ein tolles Format, das Juristen schon im Studentenalter dazu bringt, eigene Ideen umzusetzen und den Rechtsmarkt von morgen aktiv mitzugestalten.

Es bewegt sich also einiges im Bereich Legal Tech und wir freuen uns Teil davon zu sein und diese Entwicklungen aktiv mitzugestalten.

Über die Autoren

Autorenbild Charlotte Falk
Charlotte Falk
Communications & Innovation
Charlotte hat einen abgeschlossenen Bachelor in Kommunikationswissenschaften & BWL von der Universität Mannheim und begann in dessen Endzügen 2016 ihr Jurastudium. Durch verschiedene Projekte in Kommunikationsberatungen, der Unternehmenskommunikation von großen Konzernen aber auch Kanzleien weiß sie ihr Know-How einzusetzen. Kommunikations- und Innovationskonzepte sind ihr Steckenpferd. Ihre Stärken sind ihr interdisziplinärer Hintergrund und der dadurch geschärfte Blick für sinnvolle Schnittstellen.
Autorenbild Jonas Siglmüller
Jonas Siglmüller
Solution Development & Branding
Jonas ist als Doktorand an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit seiner juristischen Dissertation befasst und arbeitet seit Schulzeiten als Webdeveloper an der Konzeption und Umsetzung von technischen Lösungen für große und mittelständische Unternehmen. Die vielschichtigen Anforderungen an den Rechtsmarkt von morgen treiben ihn an, in künstlicher Intelligenz, Design Thinking und Machine Learning erkennt er großartige Möglichkeiten, um wiederkehrende Prozesse effizienter zu gestalten und personelle Ressourcen auf komplexe Fragestellungen zu konzentrieren.

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