SFS veranstaltet Legal Tech Pitchnight in München

Dass Startups sich vor Investoren stellen und in einem kurzen Pitch ihr Unternehmen präsentieren, ist heutzutage keine Besonderheit mehr. Es wimmelt nur so von Startup Events und auch die jährlichen Investments von Fonds und Business Angels können sich sehen lassen. Dies gilt allerdings nicht für jede Branche. Der Rechtsmarkt kriecht der Digitalisierung langsam hinterher und kann auch im Bereich Startups viel zu wenige Investments verbuchen.

 

Digitalisierung als Enabler im Rechtsmarkt

Das Ausgangsproblem, dass Gesellschafter einer Rechtsanwaltsgesellschaft ausschließlich zugelassene Rechtsanwälte sein können und ein Invest im Bereich Legal nur schwer möglich ist, wird zunehmend durch drei Faktoren neutralisiert. Digitalisierte Prozesse benötigten Software, die heute oft auf Basis einer SaaS Lösung skalierbar lizenziert werden. Öffnungen im Recht, wie z.B. der Datenschutzbeauftragte der DSG-VO zeigen, dass es einen Trend zur Öffnung der strengen Rechtsberatungsregelungen gibt und die Möglichkeit Ansprüche als Inkassodienstleister anzukaufen ermöglicht spannende Handlungsspielräume im Bereich access to justice.

 

Legal Tech Pitchnight als Plattform

Um Investitionen in die Rechtsbranche zu fördern und eine neue Plattform für den Austausch zwischen Legal Tech Startups und Investoren zu schaffen, fand am 13. November 2018 die von SFS veranstaltete Legal Tech Pitchnight statt. Insgesamt sieben Startups präsentierten ihr Unternehmen in 15-minütigen Pitches. Anschließend konnten Investoren Fragen stellen. Hier zeigte sich, dass die Startups allesamt bestens vorbereitet waren. Auch auf schwierige und detaillierte Fragen konnte gut pariert werden. Dabei waren die Startups sowohl thematisch als auch von ihrem Stand her gut gemischt. Von gerade erst gegründeten Unternehmen bis hin zu Startups mit bereits 30 Mitarbeitern, war alles dabei.

Spannende Pitches…

Datenschutzexperte und Usercentrics führten zum Beispiel anschaulich durch die Geschäftsmodelle und Möglichkeiten im Bereich des Datenschutzrechts. Die Lawtechgroup stellte ihr Konzept im Bereich der Rückabwicklung von Lebensversicherungen vor. Lex Superior präsentierte nach einer kurzen Pause ihre Vision einer digitalisierten juristischen Ausbildung. Anschließend zeigte Rfrnz wie Kanzleien oder Rechtsabteilungen in Zukunft mit Hilfe ihrer Software eine automatische Vertrags- oder Dokumentenanalyse durchführen können. Smashdocs führte in einem lebhaften Pitch alle Schwächen von Word vor und erklärte, wie Smashdocs dies löst. Zum Schluss präsentierte sich mit eternitas noch ein Startup aus dem Blockchainbereich und der großen Vision Testamentsvollstreckung zu revolutionieren.

 

… und ein reger Austausch

Zwischen den Pitches gab es Snacks und Getränke. Es entstand ein reger Austausch und viele Kontakte konnten geknüpft werden. Um weiterhin Investements in Legal Tech Startups zu fördern und diese für Investoren auch erst einmal sichtbar zu machen, findet am 07. Mai 2019 bereits die  nächste Legal Tech Pitchnight statt. Wer sich für einen Platz als Startup bewerben möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Ebenso freuen wir uns über interessierte Investoren oder Business Angels. Tragen Sie sich gerne in unseren Verteiler ein, um jederzeit auf dem neuesten Stand zu sein.

Alle Informationen unter www.legaltech-pitchnight.de.

Über die Autoren

Autorenbild Charlotte Falk
Charlotte Falk
Communications & Innovation
Charlotte hat einen abgeschlossenen Bachelor in Kommunikationswissenschaften & BWL von der Universität Mannheim und begann in dessen Endzügen 2016 ihr Jurastudium. Durch verschiedene Projekte in Kommunikationsberatungen, der Unternehmenskommunikation von großen Konzernen aber auch Kanzleien weiß sie ihr Know-How einzusetzen. Kommunikations- und Innovationskonzepte sind ihr Steckenpferd. Ihre Stärken sind ihr interdisziplinärer Hintergrund und der dadurch geschärfte Blick für sinnvolle Schnittstellen.
Autorenbild Jonas Siglmüller
Jonas Siglmüller
Solution Development & Branding
Jonas ist als Doktorand an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit seiner juristischen Dissertation befasst und arbeitet seit Schulzeiten als Webdeveloper an der Konzeption und Umsetzung von technischen Lösungen für große und mittelständische Unternehmen. Die vielschichtigen Anforderungen an den Rechtsmarkt von morgen treiben ihn an, in künstlicher Intelligenz, Design Thinking und Machine Learning erkennt er großartige Möglichkeiten, um wiederkehrende Prozesse effizienter zu gestalten und personelle Ressourcen auf komplexe Fragestellungen zu konzentrieren.

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